Konkrete Fragen - schnelle Hilfe

Wie wird die Versorgung meines pflegebedürftigen Angehörigen
gewährleistet, wenn ich erkranke oder in den Urlaub fahre?


Vorab muss bei der Pflegekasse ein Antrag auf Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege
gestellt werden. Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Ein Familienangehöriger übernimmt die Pflege.
2. Ein Nachbar, ein Bekannter oder ein Pflegedienst springt ein.
3. Die Pflege erfolgt in einer stationären Einrichtung, etwa einem Altenheim.

Wie erhalte ich entlastende und unterstützende Angebote?

Eine Entlastungsmöglichkeit ist die Tagespflege, die für einige Tage in der Woche vereinbart
werden kann. Auch ein Pflegedienst kann im häuslichen Umfeld unterstützen und den
Pflegebedürftigen stundenweise betreuen.


Warum wird der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro nicht an den Pflegebedürftigen ausgezahlt?

Der Entlastungsbetrag gilt für Leistungen, die von einem anerkannten Dienstleister erbracht
werden. Das kann beispielsweise die Reinigung der Wohnung oder eine Unterstützung beim
Einkauf sein. Dies ist gesetzlich festgelegt.

Wer leistet die Pflichtberatung?

Die Pflichtberatung muss über eine Hauskrankenpflege erfolgen. Die dafür vorgesehenen Intervalle sind im SGB XI festgehalten.