Drei Fragen an Anne Cathrin Schroedter, Geschäftsführerin der Experten Pflge Service GmbH

Auf mehr als 3.000 Beratungen und Schulungen von pflegenden Angehörigen können die Experten-Pflege-Service GmbH und die AOK Nordost im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit zurückblicken.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

 Ja, die Zahlen sprechen für sich! Die Versicherten sind von diesem Angebot der AOK Nordost sehr angetan und nehmen die Informationen, die sie für ihre Pflegesituation bekommen, dankend an. Auch nach der Beratung, die immer in der Häuslichkeit jedes einzelnen Versicherten stattfindet, kommt ein positives Feedback zurück. 

Was ist der Grundgedanke der Pflegepräventionsberatung?

Was wünscht man sich im Alter mehr, als weiterhin zu Hause selbstbestimmt und würdevoll leben zu können? Die Unterstützung, die viele Menschen von ihren Angehörigen, Freunden und Nachbarn erhalten, ist ein wesentlicher und wertvoller Beitrag eines ganzheitlichen Pflegeangebots und muss meiner Meinung nach so weit wie möglich unterstützt werden. Über die Beratung in den unterschiedlichsten, immer individuellen Situationen, möchten wir dazu beitragen, die Pflegesituation zu Hause zu festigen. Wir sind überzeugt davon, dass sich vielfältige auch innovative Ansätze umsetzen lassen. Wir leben die individuelle, immer objektive freundliche Beratung und Schulung vor Ort und nehmen uns die dafür erforderliche Zeit. 

Wie wird die Pflegepräventionsberatung von den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen aufgenommen?

 Durchweg positiv! Zum einen sind die Versicherten angenehm überrascht, dass die AOK Nordost mit dem Beratungsangebot aktiv auf sie zugeht. Zum anderen stellen wir jedes Mal fest, wie wichtig es ist, ein Gespräch in der eigenen Häuslichkeit durchzuführen. Es kann so ein ganz anderes Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Ein weiterer Vorteil der Beratung vor Ort ist, dass wir so einen Einblick bekommen, wie die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen wirklich leben. Meist ist ihnen gar nicht bewusst, mit welchen Details im Pflegealltag geholfen werden kann. Da ist zum Beispiel eine kleine Türschwelle oder der Läufer, über die gestolpert werden kann. Eine solche Stolperfalle zu beseitigen, ist wiederum eine Kleinigkeit, die große Wirkung haben kann. Den Menschen mit einem Pflegegrad steht diese Unterstützung auch gesetzlich zu, mit der Pflegepräventionsberatung sprechen wir sie aktiv an. Unser Ziel ist es, dass die Angehörigen und auch die Pflegebedürftigen mit einem gestärkten Rücken aus der Beratung gehen und neue Energie und Hoffnung für den nicht immer leichten Alltag schöpfen.